Hybridantriebe

Wie Zwischenkreiskondensatoren das Traktionsnetz stabilisieren

30.05.16 | Redakteur: Thomas Kuther

Der Pistenbully 600 E+: mit einem dieselelektrischen Hybridantrieb von STW, bei dem Kondensatoren von FTCAP eine wesentliche Rolle spielen.
Der Pistenbully 600 E+: mit einem dieselelektrischen Hybridantrieb von STW, bei dem Kondensatoren von FTCAP eine wesentliche Rolle spielen. (Bild: STW)

Dieselelektrische Antriebe bieten „jenseits der Straße“ Vorteile. Welch wichtige Rolle Kondensatoren im Zwischenkreis solcher Hybrid­antriebe spielen, zeigt dieser Beitrag am Beispiel eines Pistenbullys.

Die elektrische Leistungs- und Antriebstechnik der Sensortechnik Wiedemann (STW) bewährt sich nicht nur in Elektrofahrzeugen und -bussen, sondern auch in Landmaschinen, Schiffen und Pistenbullys. Eine wesentliche Rolle bei diesen dieselelektrischen Hybridsystemen spielen Zwischenkreiskondensatoren, die das Traktionsnetz stabilisieren und puffern. Der Husumer Kondensatorenspezialist FTCAP liefert dafür modulare Lösungen, die sich durch Zyklenfestigkeit, Temperaturbeständigkeit und eine lange Lebensdauer auszeichnen.

Die Erfolgsgeschichte der Sensortechnik Wiedemann GmbH begann mit der Entwicklung eines hochgenauen Druckmessgerätes und dem gleichzeitigen Aufbau einer Elektronikfertigung. Ausgehend davon entwickelte der familiengeführte Betrieb zahlreiche Produkte für verschiedene Anwendungen und Branchen.

Heute agiert das Unternehmen mit über 400 Mitarbeitern international und bedient Kunden aus zahlreichen Branchen. STW entwickelt, fertigt und vertreibt eine breite Palette von Produkten aus den Bereichen der Mess- und Steuerungstechnik, der Telemetrie und der Elektrifizierung des Antriebsstrangs und der Nebenantriebe.

Zudem bietet das Unternehmen Unterstützung in der Systemkonzeption und -realisierung. Das Portfolio wird ergänzt um Software-Lösungen für Protokolle, Steuerungsfunktionalitäten und die Inbetriebnahme, Überwachung und Wartung der Produkte.

Ein dieselelektrisch angetriebener Pistenbully

„In den Bereichen elektronische Steuerungen und Sensorik sind wir bereits einer der Marktführer“, freut sich Dietmar Schrägle, Senior Sales Manager bei STW. „In den letzten Jahren hat jedoch ein neuer Geschäftsbereich immer mehr an Relevanz gewonnen, der sich mit mobiler elektrischer Antriebstechnik und der Elektrifizierung von Fahrzeugen beschäftigt.“ Der Fokus liegt dabei auf hybriden Antrieben. Die Kombination aus Verbrennungs- und elektrischem Antrieb ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zum vollelektrischen Fahren. Auch und gerade Anwendungen „jenseits der Straße“, also zum Beispiel Land- und Baumaschinen, können von den kombinierten dieselelektrischen Antrieben profitieren – das beweist die Kundenliste von STW.

So gehört beispielsweise die Firma Kässbohrer Geländefahrzeug AG zu den Referenzen von STW. Zusammen mit dem renommierten Hersteller von Pistenpräparierungsfahrzeugen entwickelte STW eine Antriebslösung für den neuartigen Pistenbully 600 E+, bei dem der hydrostatische Fahrantrieb durch ein dieselelektrisches System ersetzt wurde. Dafür wurden die zwei Hydraulikpumpen entfernt und durch Generatoren ersetzt; zugleich tauschten die Experten den Hydromotor an jeder Kette gegen eine elektrische Maschine aus.

Auch die Fräse für die Pistenbearbeitung wird elektrisch angetrieben – unterstützt mit der Energie, die durch den generatorischen Betrieb der Motoren beim Bergabfahren entsteht. Ein weiterer positiver Effekt bei der Talfahrt: Der Dieselmotor lässt sich im optimalen Drehzahlbereich halten, denn die Drehzahl wird bedarfsgerecht geregelt – je nach Geländebeschaffenheit und Schneetiefe. „Das resultiert in Treibstoffeinsparungen von bis zu 20 Prozent“, erläutert Dietmar Schrägle.

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