Formula Student Germany

Formel-1-Feeling für Studierende

23.07.14 | Redakteur: Margit Kuther

Formula Student Germany 2011: Der Ingenieurnachwuchs testet seine Fähigkeiten
Formula Student Germany 2011: Der Ingenieurnachwuchs testet seine Fähigkeiten (Bild: Jacek Bilski)

Selbst konstruierte Elektro- und Benzin-Rennwagen von 115 Hochschulteams aus 24 Ländern treten am Hockenheimring gegeneinander an.

Internationales Motorsport-Feeling am Hockenheimring: Der Ingenieurnachwuchs aus der ganzen Welt testet wieder seine Fähigkeiten. Bei der Formula Student Germany vom 29. Juli bis zum 3. August treten 115 Hochschulteams aus 24 Ländern mit ihren selbst entwickelten und konstruierten Rennwagen an.

Dabei sind sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, als auch Elektrofahrzeuge. Offizieller technischer Partner des Events ist, wie schon seit dem Start im Jahr 2006, auch diesmal die international tätige Sachverständigenorganisation DEKRA.

„Unsere Experten bringen hier ihre Fachkompetenz sowie ihre große Erfahrung aus der Fahrzeug-Typprüfung und aus unseren Motorsport-Engagements ein“, so Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands DEKRA SE und verantwortlich für die Business Unit Automotive. „Genau wie beispielsweise in der DTM geht es uns auch in der Formula Student Germany darum, nachhaltig für die Sicherheit aller Beteiligten zu sorgen.“

Das betrifft nicht nur das so genannte Scrutineering, die technische Abnahme der Fahrzeuge vor Ort. Schon weit im Vorfeld der Hockenheimer Rennwoche müssen die Rennwagen laut Reglement umfangreiche Expertentests durchlaufen, damit ein hohes technisches Niveau und umfassende Sicherheit gewährleistet sind.

Um überhaupt für Hockenheim zugelassen zu werden, muss etwa die Sicherheitszelle – egal ob Gitterrohrrahmen oder Carbon-Monocoque – die rechnerischen Festigkeitsprüfungen der Experten im DEKRA Automobil Test Center (DATC) im brandenburgischen Klettwitz bestehen. Ob die Crashbox dann im DATC oder einem anderen Institut getestet wird, können die Teams selbst entscheiden.

Bei der eigentlichen technischen Abnahme am Hockenheimring checken die Scrutineers dann alle sicherheitsrelevanten Bauteile; außerdem die Einhaltung der Regeln, vom Gewicht des Fahrzeugs bis hin zur Kleidung des Fahrers. Bei den Elektrofahrzeugen liegt besonderes Augenmerk auf den Batterien, dem Batteriemanagement und seinen Sicherheitseinrichtungen sowie auf der Verkabelung.

In der Formula Student Electric, der 2010 eingeführten Rennkategorie mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, sind in diesem Jahr 40 Teams aus neun europäischen Ländern am Start. In der klassischen Formula Student Combustion sind 75 Teams aus ganz Europa sowie aus den USA, Australien, Ecuador, China, Indien und Thailand gemeldet.

„Die Rennwoche in Hockenheim ist immer ein besonderes Highlight – für die Teilnehmer genauso wie für uns als Scrutineers“, sagt DEKRA Motorsport-Koordinator Wolfgang Dammert, der regelmäßig auch bei der DTM als Technischer Kommissar im Einsatz ist. „Es ist großartig zu sehen, wie motiviert und begeistert die Studententeams aus aller Welt auf ihr großes Ziel hin arbeiten. Außerdem gefällt mir die Vorstellung, dass wir hier möglicherweise schon unsere DEKRA Kollegen von morgen treffen.“

Auch DEKRA-Vorstand Clemens Klinke sieht in der Formula Student Germany ein wichtiges Instrument, um mit dem Ingenieurnachwuchs in Kontakt zu kommen. „Wir sind als international führende Sachverständigen-Organisation ständig auf der Suche nach hoch qualifizierten Jungingenieuren, nicht nur für unsere automobilen Dienstleistungen, sondern ebenso im Bereich Industrie, Bau und Immobilien, auch über Deutschland hinaus“, so Klinke.

„Nicht zuletzt deshalb setzen wir uns auf verschiedenen Ebenen aktiv dafür ein, den Nachwuchs in den Ingenieurwissenschaften zu fördern. DEKRA bietet hoch interessante Aufgabenbereiche für Ingenieure in 50 Ländern. Auch das wollen wir den Studierenden bei der Formula Student vermitteln.“

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