Schiffsantrieb

ABB entwickelt effizienten elektrischen Schiffsantrieb weiter

11.10.16 | Redakteur: Katharina Juschkat

„Würde man alle bestehenden Azipod-Einheiten durch das neue Azipod XL Modell ersetzen, könnte die Schiffsindustrie in den nächsten 25 Jahren weitere 2,2 Millionen Tonnen Treibstoff und 7 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen“, erklärt Peter Terwiesch, Leiter der ABB-Division Prozessautomation.
„Würde man alle bestehenden Azipod-Einheiten durch das neue Azipod XL Modell ersetzen, könnte die Schiffsindustrie in den nächsten 25 Jahren weitere 2,2 Millionen Tonnen Treibstoff und 7 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen“, erklärt Peter Terwiesch, Leiter der ABB-Division Prozessautomation. (Bild: ABB)

ABB stellt eine neue Version des elektrischen Schiffsantriebssystem Azipod vor. Das System Azipod XL soll die Treibstoffeffizienz im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 10 % erhöhen. Neben der Energieeffizienz kann der Antrieb durch das „Internet of Things, Services and People” zudem den Anlagenzustand überwachen.

Azipod XL, das neue Modell des elektrischen Schiffsantriebssystems von ABB, soll die Treibstoffeffizienz von Schiffen um weitere 10 % im Vergleich zu bisherigen Azipod-Antrieben erhöhen. Vergleicht man den neuen Antrieb mit modernen Wellenantriebssystemen, erhöht sich die Effizienz damit um 20 %. Verantwortlich für die Effizienzsteigerung ist ein Düsensystem im neuen Modell. Es beschleunigt den Wasserzufluss in den Propeller, um so den Schub zu erhöhen. Zudem konzipierte ABB das Strahlruder zur Senkung des Wasserwiderstands neu.

Seit der ersten Installation vor 25 Jahren haben die Azipod-Antriebssysteme mehr als 12 Millionen Betriebsstunden mit einer Verfügbarkeit von 99,8 % geleistet. Dabei sparten sie über 700.000 t Treibstoff und trugen dazu bei, die Kohlendioxidemissionen auf See zu reduzieren.

2,2 Mio. Tonnen Treibstoff und 7 Mio. Tonnen CO2 einsparen

Der Azipod-Antrieb ist ein Branchenstandard für die Schiffsindustrie. Es handelt sich um ein getriebeloses, lenkbares Antriebssystem, bei dem der Elektromotor außerhalb des Schiffsrumpfes in einer unter Wasser liegenden Gondel angebracht ist. Mit dem um 360° drehbaren Antrieb wird der Motor zeitgleich sowohl für die Steuerung als auch für den Antrieb vielfältiger Schiffe verwendet.

„Mit unserer Next-Level-Strategie streben wir die Weiterentwicklung unserer Technologien zum Vorteil unserer Kunden und der Umwelt an. Azipod XL ist ein Beispiel für diesen Ansatz, denn damit wird ein großer Fortschritt der letzten Jahre im Hinblick auf die System-Treibstoffeffizienz erzielt“, sagt Peter Terwiesch, Leiter der ABB-Division Prozessautomation. „Würde man alle bestehenden Azipod-Einheiten durch das neue Azipod-XL-Modell ersetzen, könnte die Schiffsindustrie in den nächsten 25 Jahren weitere 2,2 Millionen Tonnen Treibstoff und 7 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen.“

Antriebssystem überwacht auch Anlagenzustand

Das Azipod-XL-Konzept kann so gestaltet werden, dass bei einer niedrigeren Geschwindigkeit eine hohe Schubkraft erzielt wird und bei höherer Geschwindigkeit weiterhin gute Leistungsmerkmale erreicht werden. Deshalb eignet sich der Antrieb für Schlepper und Offshore-Konstruktionsschiffe sowie Fähren und LNG-Tanker.

Mit dem Antriebssystem kann zudem der Anlagenzustand überwacht werden. Hierfür wird das ABB-Konzept des „Internet of Things, Services and People” – IoTSP und das integrierte Marine Operations Zentrum von ABB genutzt. Damit werden weltweit die Geräte- und Leistungsparameter von über 600 Schiffen kontinuierlich kontrolliert. (kj)

Diesen Artikel haben wir von unseren Kollegen der elektrotechnik übernommen.

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