WEITERBILDUNG

Call for Paper Elektrische Antriebstechnik 2018

05.07.17 | Redakteur: Gerd Kucera

Wissenstransfer: Für ein weitreichendes Themenspektrum steht das Praxisforum Elektrische Antriebstechnik als Weiterbildungsmaßnahme der Branche zur Seite.
Wissenstransfer: Für ein weitreichendes Themenspektrum steht das Praxisforum Elektrische Antriebstechnik als Weiterbildungsmaßnahme der Branche zur Seite. (Bild: VBM/Stefan Bausewein)

Wer seine elektrische Antriebslösung bestmöglich auslegen will, nutzt und den fachlichen Austausch mit Sachkennern auf dem Praxisforum Elektrische Antriebstechnik vom 20. bis 22.3.2018 in Würzburg.

Elektrische Antriebe sollen nicht nur effizienter werden, sondern auch einfacher. Dabei spielen die Direktantriebe, elektrische Maschinen mit Zahnspulenwicklungen und sensorlose Regelverfahren eine wichtige Rolle.

Modulare Gestaltung und Verfahren für die schnelle Entwicklung von kundenspezifischen Maschinen sollen künftig zur Verbreitung von Direktantrieben einen wichtigen Beitrag leisten. Zahlreiche Eigenschaften wie die sensorlose Lageermittlung oder das Condition Monitoring sind in Motorsteuerungen gut integrierbar. Die größte Herausforderung für eine erfolgreiche Umsetzung ist aber ist die Identifikation der erforderlichen Parameter und Kennfelder der elektrischen Maschine.

Prof. Dr.-Ing. Roberto Leidhold forscht am Institut für Elektrische Energiesysteme (IESY) der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. Was sieht er als bedeutende Veränderung, die auf den Antriebstechniker zukommen wird und zu welchen Themen muss man sich weiterbilden?

„Elektrische Antriebe werden schon lange nicht mehr als alleinstehende Systeme betrachtet, sondern sind einerseits Bestandteil einer mechanischen Anlage, andererseits eines Energienetzes und letztendlich eines Datenverbunds. Diese interdisziplinäre Betrachtung ist in der universitären Ausbildung und praxisorientierten Weiterbildung zu verstärken und untereinander zu verknüpfen. Die Verbindungen zwischen Maschine, Elektronik, Regelungstechnik und Informationstechnik müssen besser übermittelt werden."

Und welche Veränderungen ergeben sich für den Maschinenkonstrukteur/Elektroniker durch die künftige Integration der Elektronik in das Motorgehäuse? Dazu Prof. Leidhold: „Wenngleich Maschinenkonstrukteure und Elektroniker in Projekten ergänzend arbeiten, ist die fachliche Schnittstelle zu erweitern. Es besteht die besondere Gelegenheit, dass Maschine, Elektronik und Regelung sich gegenseitig ergänzend auslegen lassen. So kann z.B. eine Maschine, die für hohe Leistungsdichte entwickelt wird, aber als Nachteil höhere Drehmomentwelligkeit mitbringt, immerhin durch aktive Drehmomentglättung als ganzer Antrieb gute Eigenschaften erreichen.“

Prof. Dr-Ing. Manfred Schrödl, Vorstand des Instituts Energiesysteme und Elektrische Antriebe (ESEA) an der TU Wien, konstatiert: „Es gibt wichtige externe Faktoren, die an Antriebe gestellt werden. Zum Beispiel die immer stärkere Vernetzung von Antrieben, die die Kommunikationstechnik herausfordert. Zudem bestimmen interne neue Themen die Ingenieurpraxis, beispielsweise hart schaltende Umrichter mit neuartigen Bauelementen aus Siliziumkarbid. Oder die sorgfältige EMV-Auslegungen von Umrichtern mit ihren Auswirkungen auf das Isolationssystem der elektrischen Maschine.“

Für ein weitreichendes Themenspektrum steht das Praxisforum Elektrische Antriebstechnik (PEA) als Weiterbildungsmaßnahme der Branche zur Seite. Zugleich schlägt PEA die Brücke aus der Forschung in die Praxis, indem an drei Kongresstagen weniger über Trends als über aktuelle Anforderungen und sofort anwendbare Techniken gesprochen wird. Auf dem vergangenen Praxisforum 2017 diskutierten 341 Teilnehmer über effiziente und wirksame Lösungen, mit denen der Entwickler jüngsten Anforderungen begegnen kann. 19 Table-Top-Aussteller begleiteten das Forum an zwei Tagen und zeigten ihr Produktspektrum.

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