Molem

Wissenslücken in der Werkstatt

17.09.12 | Redakteur: David Franz

Zielgruppe von MOLEM sind 38.300 KFZ-Meisterbetriebe, die deutschlandweit im Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) organisiert sind. Hinzu kommen noch Fahrzeughersteller.
Zielgruppe von MOLEM sind 38.300 KFZ-Meisterbetriebe, die deutschlandweit im Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) organisiert sind. Hinzu kommen noch Fahrzeughersteller. (Bild: Andreas Portner / pixelio.de)

Die Bundesregierung fordert bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen. Doch E-Flitzer wollen gewartet und repariert werden. Eine Herausforderung für Werkstätten. Das Projekt MOLEM soll Kompetenzen bündeln und Synergieeffekte nutzten.

Stefan Wiesner ist KFZ-Mechaniker. Seit 30 Jahren repariert und wartet er Pkw. Doch dem 50jährigen wird mulmig, wenn er an die Zukunft denkt. Als Wiesner seine Ausbildung zum Automechaniker beendete, war nicht an batteriebetriebene Autos zu denken. Heute spricht die Industrie von Elektromobilität.

Seinem Lehrling, der zum 1. September seine Ausbildung begann, geht es nicht besser. Wenn das erste Elektrofahrzeug vor ihm steht, stößt er an die selben Grenzen wie sein älterer Kollege. Die regelmäßigen technischen Änderungen machen es ausgebildeten Technikern schwer. Eine Plattform zur Vermittlung von Dokumentationen und Erfahrungen gibt es nicht.

Diese Lücke will das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Projekt Mobiles Lernen für Elektromobilität (MOLEM) schließen. Ziel des Projektes ist es, ausgebildete Techniker schneller und leichter zur Weiterqualifizierung zu motivieren. Ohne dass sie ihren Arbeitsplatz verlassen müssen.

Die Projektpartner EvoBus und die Dekra-Akademie stellen in der Plattform fortlaufend Weiterbildungsinhalte zur Verfügung, die sich Techniker in Eigenregie aneignen kann. Der Erwerb spezieller Lerninhalte und aller Fortschritte wird dokumentiert. MOLEM lässt sich nicht nur mit einem PC, sondern auch einem Smartphone oder Tablet aufrufen. Eigene Erfahrungen und Erkenntnisse lassen sich mit anderen Nutzern teilen.

Die Projektphase startete am 10. September. Die Koordination und technische Umsetzung der Plattform übernimmt Infoman. Die TU Darmstadt ist für die wissenschaftliche Umsetzung verantwortlich.

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