Auto-Salon Genf 2014

Subaru präsentiert Hybridauto mit drei zusätzlichen E-Motoren

04.03.14 | Redakteur: Thomas Kuther

Der Subaru Viziv 2 Concept: Sein Plug-In-Hybridsystem besteht aus einem 1,6-Liter-Boxer mit Benzindirekteinspritzung und drei Elektromotoren
Der Subaru Viziv 2 Concept: Sein Plug-In-Hybridsystem besteht aus einem 1,6-Liter-Boxer mit Benzindirekteinspritzung und drei Elektromotoren (Bild: Subaru)

Auf dem 84. Genfer Autosalon präsentiert Subaru den Viziv 2 Concept, ein Hybridauto mit drei zusätzlichen E-Motoren, wobei die Vorderachse vom Verbrennungsaggregat sowie einem Motor, die Hinterachse hingegen ausschließlich von zwei Motoren angetrieben wird.

Das symmetrische Allradlayout gewährleistet beidseitige Symmetrie und einen tiefen Schwerpunkt. Zur Optimierung der Fahreigenschaften und der Sicherheit befindet sich das schwere Batterie-Paket unter dem Fahrgastraum.

Plug-In-Hybridsystem mit 1,6-Liter-Boxer und drei Elektromotoren

Das Plug-In-Hybridsystem des Viziv 2 Concept besteht aus einem 1,6-Liter-Boxer mit Benzindirekteinspritzung (DIT) sowie drei Elektromotoren. Der Verbrenner befindet sich am gewohnten Platz und ist verblockt mit einer für ein hohes Drehmoment ausgelegten Lineartronic-Automatik sowie einem Elektromotor, der sowohl dem Vortrieb als auch der Energieerzeugung dienen kann. Die zwei unabhängigen hinteren Elektromotoren sorgen nur für den Antrieb des Fahrzeugs. Dies reduziert die Umweltbelastung, Temperament und sicheres Handling bleiben hingegen erhalten.

Antriebseinheit wählt jeweils die optimale Kraftquelle

Die Antriebseinheit wählt jeweils die den Anforderungen und dem Fahrstil am besten entsprechende Kraftquelle und ist deshalb sehr sparsam. Zum Anfahren, bei geringem Tempo oder im Stadtverkehr werden die Elektromotoren aktiviert, auf der Autobahn hingegen übernehmen der Verbrennungsmotor und die effiziente Lineartronic den Vortrieb. Das automatische Start-/Stopp-System und verschiedene Auflademethoden (Benzinmotor als Generator, Energierückgewinnung beim Bremsen, an der Steckdose) erhöhen den Bedienungskomfort und machen das Fahrzeug besonders umweltverträglich.

„Eco-Cruise“-Modus stimmt Motorleistung auf Verkehrsbedingungen ab

Das „Hybrid SI-DRIVE”-System ist eine Weiterentwicklung des bei aktuellen Subaru-Modellen verwendeten SI-DRIVE. Zusätzlich zu den Positionen „Intelligent“ und „Sport“ weist es einen „Eco-Cruise“-Modus auf. Dieser koordiniert die ökologische Verwendung der Antriebsaggregate mit dem innovativen Assistenzprogramm EyeSight. Durch optimales Abstimmen der erforderlichen Motorleistung auf die von der EyeSight-Stereokamera erfassten Verkehrsbedingungen erhöht dieses intelligente Hilfsmittel für den Fahrer die Sicherheit und verringert den Schadstoffausstoss.

Symmetrischer Allradantrieb mit unabhängigen hinteren Elektromotoren

Der beim Viziv 2 Concept verwendete „Independent-rear-motor-driven symmetrical AWD“, d.h. ein symmetrischer Allradantrieb mit unabhängigen hinteren Elektromotoren, nutzt die Vorzüge des traditionellen Systems und zeigt, wie eine künftige Generation von AWD-Technologie beschaffen sein könnte. Die beiden nur dem Antrieb dienenden Elektromotoren sind auf symmetrische Weise seitlich vor den Hinterrädern eingebaut. In Abhängigkeit der Fahrweise, der Bodenhaftung der vier Räder, der abgerufenen Motorleistung und der Informationen des VDC (Vehicle Dynamics Control, Subarus Stabilitätsprogramm) teilt das System dem rechten und linken Hinterrad getrennt das passende Antriebsmoment zu. Damit ist man nicht nur bei allen Bedingungen bequem und sicher unterwegs, sondern man verspürt auch ein neues Ausmaß von Fahrvergnügen.

Vom Lenkrad abhängige Antriebskraftverteilung

Das koordinierte Management des vorderen Elektromotors und der übrigen Triebwerke überwacht die Verteilung der Antriebskraft zwischen dem linken und rechten Hinterrad sowie zwischen Vorder- und Hinterachse. Dreht man am Lenkrad, wird mehr Antriebskraft zu den Hinterrädern geleitet, wodurch der Wagen agiler auf die Wünsche des Fahrers reagiert. Beim Zurückdrehen des Lenkrads fließt wieder mehr Kraft auf die Vorderräder, was die Richtungsstabilität erhöht.

Im Stadtverkehr werden alle Räder von den Elektromotoren angetrieben

Beim Anfahren im dichten Stadtverkehr werden alle Räder von den Elektromotoren angetrieben. Dies erlaubt kräftiges Beschleunigen aus dem Stand, zugleich bleiben Verbrauch und Geräuschentwicklung gering. Der reine Elektroantrieb entwickelt reichlich Kraft, wenn es darum geht, bei Gegenverkehr rasch aus dem Stand zu wenden, oder in anderen Situationen, wo der Verbrennungsmotor wenig Leistung entwickelt.

Unterschiedliche Beaufschlagung des linken und rechten Rades

Mittels des sogenannten „Torque Vectoring”, also durch unterschiedliche Beaufschlagung des linken und rechten Rades, wird das Eigenlenkverhalten beeinflusst. Durch entsprechende Steuerung der unabhängigen Elektromotoren leitet das System ein höheres Antriebsmoment auf das kurvenäußere Hinterrad, wodurch das Fahrzeug spontan, aber sanft in die Kurve eindreht und diese „wie auf Schienen“ durchfährt. Neben dem positiven Effekt beim Beschleunigen und im Gelände nutzt dieses System die zusätzliche Antriebskraft durch die Elektromotoren auch beim Wenden des Fahrzeugs.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Gutes Antriebskonzept! Das ganze bitte in einem Kombi oder Van verpackt schnellstmöglich auf die...  lesen
posted am 05.03.2014 um 07:03 von Unregistriert


Mitdiskutieren

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42560488 / Elektro- & Hybridautos)