Mercedes-Benz Vision G-Code

Futuristische Studie aus neuem Design-Center in Peking

05.11.14 | Autor: Thomas Kuther

(Bild: Daimler AG)

Mercedes-Benz hat in Peking ein Entwicklungszentrum eröffnet und dabei die spektakuläre Studie G-Code präsentiert. Angetrieben wird das futuristische Hybridfahrzeug von einem Elektromotor sowie einem Verbrennungsmotor, der mit Wasserstoff betrieben wird.

Im G-Code wirkt die Kraft von zwei individuell ansteuerbaren Antriebsherzen. Der Frontmotor ist ein kompakter, hochmoderner und aufgeladener Verbrennungsmotor, der mit Wasserstoff betrieben wird, und ausschließlich die Vorderräder antreibt. An der Hinterachse wirkt ein Elektromotor, der seine Kraft über eine doppelte Lamellenkupplung radselektiv weiterleitet.

Im G-Code sichert neben der bereits klassischen Energieaufnahme durch Rekuperation oder der Plug-in-Technik auch die Hightech-Lackierung „Multivoltaik Silver“ die Stromversorgung. Sie wirkt einerseits wie eine riesige Solarzelle mit ausgezeichnetem Wirkungsgrad.

Andererseits lädt sich „Multivoltaik Silver“ zusätzlich durch den Fahrtwind oder im Stand durch den natürlichen Wind elektrostatisch auf. Diese elektrischen Ladungen werden abgegriffen und ebenfalls zur Methan- und Wasserstoffsynthese genutzt. Schließlich ergänzt das Spezialfahrwerk „Power on the move“ die Stromerzeugung. Sowohl Federn wie Dämpfer arbeiten hydraulisch und sind über eine zentrale Einheit vernetzt. Der Hub von Federung und Dämpfung und damit der Volumenstrom der Hydraulikflüssigkeit treibt einen kompakten Stromgenerator an.

Neuartiger Allradantrieb mit „digitaler Kardanwelle“

Je nach gewähltem Programm kann der G-Code nur mit Verbrennungsmotor als Fronttriebler, rein elektrisch als Hecktriebler oder vollvariabel im Allradmodus fahren. Die Antriebssteuerung dieses innovativen Allradsystems übernimmt dabei ein völlig neu konfiguriertes System, das je nach Fahrsituation die beiden Antriebsquellen miteinander verknüpft. Die Steuerung des Triebstrangs wirkt dabei wie eine „digitale Kardanwelle“ zwischen Vorder- und Hinterachse. Dabei bestimmt nicht nur die Ökonomie die jeweils sinnvolle Antriebsart.

Auch fahrdynamische Parameter fließen beispielsweise zur Erhöhung der aktiven Sicherheit oder Steigerung der Längs- und Querdynamik im HYBRID sport-Programm mit ein. Gleichzeitig garantiert die Steuerlogik unabhängig vom jeweiligen Front-, Heck- oder Allradmodus immer ein für den Fahrer berechenbares, konstantes Fahrverhalten. Das Fahrdynamiksystem HYBRID select bietet drei spezifische Programme:

  • Im HYBRID eDrive-Modus fährt der G-Code möglichst rein elektrisch. In diesem Programm steht eine möglichst hohe Energieeffizienz und höchster Antriebskomfort im Zentrum der Regelstrategien.
  • Aktiviert der Fahrer den HYBRID eco-Modus, liegt der Schwerpunkt neben einem möglichst energieeffizienten Fahren im Hybrid-Modus bei einem möglichst hohen Antriebskomfort. Die digitale Sound-Modulation gleicht den wechselnden oder gleichzeitigen Einsatz von E- und Verbrennungsmotor akustisch aus und generiert eine gedämpfte, angenehme Klangwelt im Innenraum.
  • Im HYBRID sport-Programm erleben die Insassen den G-Code als Fahrmaschine auf dem Niveau eines kompakten Sportwagens. Um eine möglichst hohe Längs- und Querdynamik zu erreichen, wird hier der Elektromotor als Booster beim Beschleunigen eingesetzt. Bei zügiger Fahrt über kurvenreiche Strecken steigert das Torque Vectoring an der elektrisch betriebenen Hinterachse die Agilität deutlich. Durch die digitale Sound-Modulation erleben die Insassen zudem die Klangwelt eines potenten Sportwagens mit Klappenauspuff.

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posted am 19.11.2014 um 11:30 von Unregistriert


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