Stromversorgung gegen CO2-Belastung

Teststrecken für Elektro-LKWs an Oberleitungen ab 2018 eröffnet

24.01.17 | Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Anders als Akkus ermöglicht Strom aus der Oberleitung Fahrten über lange Strecken. Wie bei der Bahn müssen für die speziellen Lkw entlang der Straße Strommasten aufgestellt werden.
Anders als Akkus ermöglicht Strom aus der Oberleitung Fahrten über lange Strecken. Wie bei der Bahn müssen für die speziellen Lkw entlang der Straße Strommasten aufgestellt werden. (Bild: Scania CV AB)

Vollelektrifizierte LKW werden ab Ende 2018 auf zwei Autobahnteststrecken zum Einsatz kommen. Um eine maximale Reichweite zu erreichen, erfolgt die Stromversorgung durch Oberleitungen. Erklärtes Ziel ist es, die Schadstoffbelastung im Schwerlastverkehr signifikant zu verringern.

Um den CO2-Austoss im Lieferverkehr , bei einer gleichzeitigen Zunahme des selben, zu reduzieren, wird gegen Ende des Jahre 2018 der Testlauf mit Elektro-LKW auf zwei Teststrecken gestartet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen beide Autobahnabschnitte jeweils ungefähr 12 Kilometer lang sein. Wie aus dem Bahnnetz bekannt, werden auch diese Bereiche mit Oberleitungen für eine durchgehende Stromversorgung ausgestattet.

Exakte Details, wo die Teststrecken realisiert werden, sollen Anfang Februar vom Bundesumweltministerium veröffentlicht werden. Wie die dpa weiter erfahren haben will, soll es sich um Abschnitte in den Bundesländern Hessen und Schleswig-Holstein handeln. In der mittlerweile abgeschlossenen Ausschreibungsphase, konnten sich alle Bundesländer um die Teilstrecken bemühen.

Über einen exakten Zeitrahmen wird gegenwärtig noch verhandelt. Als spätester Projektbeginn ist jedoch Ende 2018 vorgesehen. Das Ministerium drängt zur Eile, da neuesten Studien folgend, der Güterverkehr bis 2030 um mehr als 20 Prozent zunehmen wird.

Die Hoffnungen ruhen nun auf den Elektro-LKW, jedoch unter der Prämisse, dass der Strom aus erneuerbaren Quellen beziehbar sein muss. Zumindest das Thema Reichweite soll mit dem Testlauf endgültig ad acta gelegt werden. Im Gegensatz zu Batteriebetriebenen Fahrzeugen, ist die Reichweite dank der Oberleitungen nahezu unbegrenzt.

Künftige Teiletappen, auf denen keine Oberleitungen verbaut werden können, sollen wie bisher mit Dieselmotoren bewältigt werden. Jene Hybrid-LKW werden seit mehreren Jahren von Siemens erprobt. Unterstützung erhält der Konzern von der Fakultät Verkehrswissenschaften der Universität Dresden.

Speziell im Bereich der Sicherheit sind noch einige Details zu klären. Da in den Oberleitungen eine Spannung von bis zu 600 Volt fließt, stellt dies eine erhebliche Herausforderung dar. Potenzielle Gefahrenszenarien könnten durch Unfälle oder Leitungsrisse entstehen. Auch hierbei wird der Praxistest ab 2018 erste Antwort unter realen Bedingungen liefern.

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