Individuelle Elektromobilität

Volkswagen präsentiert in Genf autonomes Fahren auf Knopfdruck

08.03.17 | Redakteur: Thomas Kuther

SEDRIC – Konzeptfahrzeug des Volkswagen Konzerns und markenübergreifender Ideenträger.
SEDRIC – Konzeptfahrzeug des Volkswagen Konzerns und markenübergreifender Ideenträger. (Bild: Volkswagen)

Volkswagen hat auf dem Autosalon in Genf ein integriertes Mobilitätskonzept für den Straßenverkehr der Zukunft einschließlich des von Grund auf für autonomes Fahren entwickelten Concept Cars Sedric (self-driving car) präsentiert.

Das erste Konzeptfahrzeug des Volkswagen Konzerns ist ein markenübergreifender Ideenträger. Ein Knopfdruck genügt, und das selbstfahrende Elektrofahrzeug kommt herbei, um seine Passagiere komfortabel und sicher ans Ziel zu bringen.

Mit dem Zukunftsprogramm "Together – Strategie 2025" will Volkswagen den Weg frei machen für den Wandel des Autoherstellers zu einem weltweiten Anbieter nachhaltiger Mobilität. Die Transformation des Kerngeschäfts und das neue Geschäftsfeld Mobilitätslösungen sollen das Fundament für das Wachstum von morgen bilden.

Ein Mobilitätskonzept, das auf intensiv genutzten autonomen Fahrzeugen beruht, benötigt künftig weniger Fläche und Energie, es ist wesentlich sicherer und auch nachhaltiger. Und das Konzept bietet maßgeschneiderte Mobilität für jedermann: für Erwachsene und Kinder, für Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen, für Stadtbewohner, die nicht über ein eigenes Auto oder eine Fahrerlaubnis verfügen, ebenso wie für Besucher, die in einer fremden Stadt spontan und komfortabel von A nach B gelangen wollen.

Das erste Concept Car des Konzerns

Sedric ist laut Volkswagen das erste Concept Car des Konzerns und das erste Fahrzeug im Konzern, das für autonomes Fahren des Levels 5 konzipiert wurde – also keinen Menschen als Fahrer benötigt. Erdacht, gestaltet, entwickelt und gebaut wurde Sedric in Zusammenarbeit zwischen dem Future Center Europe des Volkswagen Konzerns in Potsdam und der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg.

Intuitiv verständliches Bedienkonzept

Die Idee einer einfachen, für jedermann verfügbaren Form der individuellen Mobilität ist nicht nur mit einem universell nutzbaren Fahrzeug, sondern auch mit einem intuitiv verständlichen Bedienkonzept verknüpft. Der Button, mit dem der Nutzer mit Sedric in Kontakt tritt, ist der Link zu einem neuen Mobilitätserlebnis. Denn ein simpler Druck auf diesen Knopf garantiert Mobilität für jeden, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Das Bedienelement besteht aus einem Knopf zum Drücken und einem Ring, der mit farbigen Signalen die Ankunftszeit von Sedric signalisiert sowie über Vibrationssignale blinde Menschen zum Fahrzeug führt.

Sedic als Freund und Begleiter der Familie

Das Bedienelement dient zugleich als eine Mobilitäts-ID, die weltweit funktioniert. Auch auf Geschäftsreisen oder am Urlaubsort genügt – wie von zu Hause gewohnt – ein Knopfdruck und Sedric fährt als autonomes Shared Mobility Fahrzeug vor.

Als Shared Mobility Fahrzeug ist Sedric Teil der Flotte des Volkswagen Konzern Mobilitätsdienstleisters. Ebenso gut kann Sedric auch ein individuell konfiguriertes Owned Mobility Fahrzeug einer der Volkswagen Konzernmarken sein. Volkswagen ist sicher: Auch in Zukunft werden viele Menschen ihr eigenes Automobil besitzen wollen. Denn dieses neue Automobil ist intelligent, es steht immer zur Verfügung und es erledigt Aufgaben sogar eigenständig. Sedric fährt die Kinder zur Schule und anschließend die Eltern ins Büro, sucht selbstständig einen Parkplatz, sammelt bestellte Einkäufe ein, holt Besucher vom Bahnhof und den Sohn vom Sportplatz ab – alles auf Knopfdruck, per Sprachbefehl oder mit einer Smartphone App – vollautomatisch, zuverlässig und sicher.

Sedric kommt auf Knopfdruck angefahren

Die Ziele bei der Entwicklung von Sedric waren ebenso klar definiert wie das gesamte Mobilitätssystem: konsequente Reduktion, einfachste Bedienung, völlig intuitiver Umgang. Ein Druck auf den Button – und Sedric kommt vorgefahren, exakt zum vorher signalisierten Zeitpunkt. Sedric erkennt seinen Nutzer, die zweiteilige Tür öffnet sich. Die breite und hohe Öffnung macht den Einstieg leicht, selbst mit Gepäck. Taschen oder Koffer finden im großzügigen Innenraum ausreichend Platz.

Sprechen wie mit einem Assistenten

Mit dem Einstieg können die Passagiere mit Sedric über Sprache kommunizieren. Das Ziel, der Weg dorthin, die Fahrzeit, die aktuelle Verkehrssituation, vielleicht ein kurzer Zwischenhalt unterwegs – mit Sedric sprechen die Nutzer wie mit einem persönlichen Assistenten. Unterwegs haben sie die Freiheit, ihre Zeit völlig individuell zu nutzen. Die Windschutzscheibe als großer OLED-Bildschirm mit Augmented Reality dient als Kommunikations- und Entertainmentzentrale.

Zweiteilige Schwenktür erleichtert das Einsteigen

Die zweiteilige Schwenktür reicht bis ins Dach, ihre große Öffnung erlaubt einen bequemen Ein- und Ausstieg.

Sedric soll sich sowohl im städtischen Ambiente als auch im suburbanen und ländlichen Raum bewegen können.

Sedric ist ein rein elektrisches Automobil. Sein Batteriepack ist flach zwischen den Achsen angeordnet, der kompakte Elektromotor findet seinen Platz auf Höhe der Räder. Systeme wie die Klimaanlage oder die elektronische Intelligenz des Self-Driving Systems sind in den kompakten Überhängen vorn und hinten untergebracht.

Sedric hat kein Lenkrad, keine Pedale und kein Cockpit

Der entscheidende Unterschied zu allen Automobilen der Gegenwart wird im Innenraum sofort spürbar: Sedric hat keinen Fahrer. Also braucht er auch kein Lenkrad, keine Pedale, kein Cockpit. Das ermöglicht ein völlig neues Lebensgefühl im Fahrzeug – ein Willkommen-Zuhause-Gefühl. Sedric ist eine komfortable Lounge auf Rädern, ausgestattet mit sorgsam ausgewählten Materialien. Ein Beispiel dafür ist das großflächig eingesetzte Birkenleder, ein hochwertiger und griffsympathischer Naturstoff.

Der Innenraum nutzt die Grundfläche des Fahrzeugs optimal aus

Der für 2+2 Personen konzipierte Innenraum nutzt die Grundfläche des Fahrzeugs optimal aus. Die beiden hinteren Sitze wirken wie eine bequeme Couch. Beste Atemluft und gutes Raumklima werden auf ganz besondere Weise gesichert. Sedric hat echtes Grün an Bord: Luftreinigende Pflanzen vor der Heckscheibe unterstützen die Wirkung von üppig dimensionierten Bambuskohle-Luftfiltern. Große Fensterflächen schaffen den Kontakt nach draußen und sogar der große, hochauflösende OLED-Bildschirm ist transparent und erlaubt den Blick nach vorne.

Das Video zeigt die Höhepunkte der Präsentation auf dem Autosalon in Genf:

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