Lithium-Ionen-Akkus

Konsortium treibt Groß-Serienfertigung von Li-Ion-Zellen in Deutschland

02.08.17 | Autor: Thomas Kuther

Der Bedarf an Lithium-Ionen-Zellen steigt weiter: So werden für immer mehr Elektroautos auch immer mehr Akkus gebraucht. Im Bild das Cty-e-Taxi mit Wechselakkus.
Der Bedarf an Lithium-Ionen-Zellen steigt weiter: So werden für immer mehr Elektroautos auch immer mehr Akkus gebraucht. Im Bild das Cty-e-Taxi mit Wechselakkus. (Bild: naumann design)

Die TerraE-Holding hat zusammen mit 17 namhaften Firmen und Forschungsinstituten ein Konsortium gebildet, das die Planung für den Bau einer Groß-Serienfertigung von Lithium-Ionen-Zellen in Deutschland übernehmen wird.

Dem Konsortium gehören Firmen der gesamten Wertschöpfungskette an, darunter Infrastruktur-Fertigungs-Planer, Materialhersteller, Maschinenbau, Zellhersteller und industrielle Endkunden an.

Das Konsortium wird geleitet von der TerraE Holding, die den Plan umsetzen wird. Die Groß-Serienfertigung soll an zwei Standorten in Deutschland aufgebaut werden. Die Fabriken werden als „Foundry“ betrieben, was bedeutet, dass die TerraE Holding die Fabriken baut und betreibt, und Kunden die Lithium-Ionen-Zellen ihrer Spezifikation dort fertigen lassen können.

TerraE Holding ist mit Partnern innerhalb und außerhalb des Konsortiums in Verhandlungen, um sich langfristig einen technologischen Vorsprung zu sichern.

TerraE Holding beginnt nun die Gespräche mit potenziellen Kunden und Investoren, insbesondere aus den Segmenten Industrie (Gabelstapler, Gartengeräte, Elektrische Werkzeuge), Energiespeicherung und Elektromobilität (Stadtbusse, Pkw, Lkw), die zur strategischen Lieferabsicherung einen Lieferanten in Deutschland für Lithium Ionen Zellen benötigen und sich an diesem Aufbau beteiligen wollen.

Die TerraE Holding wurde im Mai 2017 gegründet, nachdem sechs Mitgliedsfirmen des KLIB (Kompetenznetzwerk Lithium Ionen Batterien) eine Initiative zum Bau einer Groß-Serienfertigung gebildet hatten.

Gründungsgesellschafter der TerraE Holding GmbH sind die BMZ Holding, Europas führender Hersteller von industriellen Batteriemodulen, Dr. Ulrich Ehmes, ehemals CEO des Schweizer Batterieherstellers Leclanché, und Holger Gritzka, bislang Manager beim Anlagenbauer Thyssenkrupp System Engineering, der auch die Geschäftsführung übernehmen wird.

Fertigungskapazitäten von 34 GWh/Jahr geplant

Ziel der Holding ist es, schrittweise Fertigungskapazitäten von bis zu 34 GWh/Jahr bis zum Jahr 2028 aufzubauen. Das Geschäftsmodell wird das einer „Foundry“ sein, ähnlich der Praxis in der Halbleiterindustrie. Adressiert werden die Märkte Industrie und Elektromobilität mit verschiedenen Zellformaten.

Die Finanzierung soll durch industrielle Partner sowie Finanzinvestoren sichergestellt werden. Gespräche mit Partnern in weiteren europäischen Ländern laufen. Wichtiger Bestandteil des Fertigungskonzeptes sind Ergebnisse, die im Rahmen des Projektes „Giga-LIB“ entwickelt wurden, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Entstanden ist die Initiative im Rahmen des Kompetenznetzwerkes Lithium-Ionen- Batterien „KLiB“, dem 45 Unternehmen und Institute angehören.

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