Ladeinfrastruktur

Parksensoren machen Elektroladesäulen profitabel

02.12.16 | Autor: Thomas Kuther

Ein Tesla an der Ladesäule: Mit speziellen Parksensoren sollen Ladesäulen profitabel werden.
Ein Tesla an der Ladesäule: Mit speziellen Parksensoren sollen Ladesäulen profitabel werden. (Bild: ParkHere)

Das Start-up ParkHere stattet 50 Parkplätze vor Elektroladesäulen kostenlos mit Parkplatzsensoren aus. Erste Hochrechnungen aus Pilotprojekten zeigen bereits eine Steigerung der Auslastung und damit zusätzliche Einnahmen von 224% für den Ladesäulenbetreiber.

Der Ärger über blockierte und nicht nutzbare Parkplätze vor Elektroladesäulen gehört zum Alltag vieler Besitzer von Elektroautos. Oft werden Ladesäulen einfach von Verbrennungsfahrzeugen zugeparkt und können durch den Elektroautofahrer nicht genutzt werden. Mit den durch ParkHere entwickelten Parkplatzsensoren bietet das Start-up nun den Betreibern von Elektroladesäulen eine einfach e Lösung um Falschparker zu erkennen und die Auslastung der Ladesäule zu erhöhen.

Kostenlose Parkplatzsensoren für europaweit 50 Ladeplätze

Seit Ende November stattet ParkHere europaweit 50 Ladeplätze von Ladenetz- und Hubject-Kunden kostenfrei mit Parkplatzsensoren aus. Nachdem das Start-up erfolgreich in Ingolstadt und weiteren Standorten Sensoren vor Elektroladeladesäulen verbaut hat, soll nun ein europaweiter Ausbau erfolgen.

Daten aus Ingolstadt sind frei zugänglich

Die Daten aus Ingolstadt sind über die extra angelegte Website http://ingolstadt.park-here.eu für jeden frei zugänglich. Die Vision des Hightech-Start-ups ist es jedoch, jeden Elektroautofahrer auf seinem bestehendem Navigationsmedium zu erreichen. Daher werden die Daten über eine offene Schnittstelle für Dritte wie Beispiel LEMnet oder Plugsurfing zur Verfügung gestellt und können in deren bestehende Lösungen integriert werden.

Immer ein freier Parkplatz fürs Elektroauto

Elektroautofahrer können so immer einen freien Parkplatz vor einer Elektroladesäule finden und diese zukünftig auch reservieren. Um eine Reservierung einer Ladesäule zu ermöglichen, sind Echtzeitdaten über die Verfügbarkeit des Ladeplatzes nötig. Ein zugeparkter Ladeplatz kann zu großem Frust des Fahrers führen, wenn er trotz Reservierung vor Ort sein Fahrzeug nicht vor der Ladesäule parken kann.

Parkplatzsensoren steigern die Auslastung

Erste Hochrechnungen aus Pilotprojekten zeigen eine Steigerung der Auslastung. Die damit verbundenen Mehreinnahmen für Elektroladesäulenbetreiber betragen mehr als 224%. Felix Harteneck, CEO von ParkHere, hat bereits angekündigt, dass die 50 Parkplatzsensoren nur der Anfang einer ganzen Reihe von weiteren Projekten in Europa sind.

Im Frühjahr 2017 startet ParkHere in den USA

Erst vor Kurzem ist ParkHere durch den German Accelerator ausgewählt worden und tritt somit im Frühjahr 2017 in den amerikanischen Markt mit einem Standort im Silicon Valley ein. Der Markt für Elektroladesäulen weist ein rasantes Wachstum auf. Trotzdem gehen mit dem Boom dieses relativ neuen Marktes auch signifikante Einschränkungen einher. Eine davon ist die nicht vorhandene Überwachung der tatsächlichen Verfügbarkeit von Ladestationen.

Zugeparkte Ladesäulen sind ein Ärgernis

Das Problem zugeparkter Ladesäulen erschwert sowohl die Tätigkeiten des Ladesäulenbetreibers, als auch die Entwicklung des gesamten Marktes der Elektromobilität. Autofahrer sind aufgrund der Unsicherheit über Lademöglichkeiten zurückhaltend in ihrer Entscheidung ein Elektroauto zu kaufen.

Die ParkHere Sensoren erkennen die Belegung der Parkplätze vor den Ladesäulen undübermitteln die dynamischen Daten in die Software des Betreibers, auf Webseiten oder in andere Applikationen.

Zusammenarbeit mit Hubject und Ladenetz

Die Aktion der 50 kostenfreien Parkplätze wird in Zusammenarbeit mit Hubject und Ladenetz umgesetzt. Eine Bewerbung steht allen Ladesäulenbetreibern offen, die bereits mit Hubject oder Ladenetz zusammenarbeiten.

Jeder ausgewählte Ladesäulenbetreiber wird bis zu 10 Sensoren erhalten, die von ParkHere komplett kostenneutral installiert und über die jeweilige Plattform angebunden werden. Eine räumliche Einschränkung oder favorisierte Standorte gibt es nicht.

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