eCarTec

Lösungen für die Mobilität von morgen

23.10.12 | Redakteur: Thomas Kuther

Auf der eCarTec präsentiert Lapp seine E-Mobility-Lösungen an einem Gemeinschaftsstand mit Bals und Rohde & Schwarz
Auf der eCarTec präsentiert Lapp seine E-Mobility-Lösungen an einem Gemeinschaftsstand mit Bals und Rohde & Schwarz (Bild: Lapp)

Die Zukunft fährt elektrisch: Auf der eCarTec 2012 in München präsentiert die Lapp Gruppe ihr umfassendes Portfolio im Bereich der Ladetechnologie. Lapp stellt seine E-Mobility-Lösungen an einem Gemeinschaftsstand (Halle B2, Stand 601) mit seinem Kooperationspartner Bals und dem Ladesäulenhersteller Rohde & Schwarz aus.

Lapp und Bals gehören zu den wenigen europäischen Anbietern, die sowohl Ladesysteme gemäß Typ 1 als auch Typ 2 im Produktprogramm und kann damit für europäische Fahrzeug-Modelle und ebenso für E-Fahrzeuge aus Übersee Steckvorrichtungen nach IEC 62196-2 zur Verfügung stellen. Die kompletten Ladekabelsysteme kommen von Lapp, die Ladedosen und CP-Module von der Firma Bals.

Frei konfektionierbare Lade-Steckvorrichtungen

Die von Bals entwickelte Typ-1-Kupplung SAE J1772 entspricht dem in Japan und in den USA entwickelten Standard. Die Lade-Steckvorrichtungen sind im Gegensatz zu vielen anderen, marktüblichen Modellen frei konfektionierbar und für Einphasenstrom mit 250 V und 32 A ausgelegt. Zusätzlich verfügen die Stecker über zwei Signalleitungen für die Kommunikation mit dem Fahrzeug. Eine spezielle Konstruktion der Gehäusekomponenten stellt bei der Bals-Kupplung sicher, dass Wasser nicht in den Anschlussraum der Typ 1 Steckvorrichtung eindringen kann.

Für 230-V-Einphasenstrom und 400-V-Drehstrom geeignet

Beim Typ 2 Ladesystem handelt es sich um eine 7-polige Steckvorrichtung mit drei Phasen, Nullleiter und Erdleiter sowie zwei Signalleitern. Der Ladestecker ist sowohl für Einphasenstrom mit 230 V als auch für Drehstrom mit 400 V ausgelegt. Die Ladeströme reichen von 13 bis 63 A und sind geeignet für einphasige bis dreiphasige Anschlüsse.

Ladeleitung mit Formgedächtnis

Für die Steckvorrichtungen hat Lapp mehrere Leitungs-Varianten entwickelt. Zum Beispiel die Ladeleitung LAPP HELIX, die sich dank eines sog. „Formgedächtnisses“ nach dem Gebrauch automatisch wie eine Schnecke wieder aufrollt. Durch die „Schneckenform“ ergibt sich eine enorme Platzersparnis. Im Vergleich zu einem spiralisierten Ladekabel braucht die LAPP HELIX bei einer Auszugslänge von vier Metern rund 60% weniger Raum. Dadurch ergeben sich für die Industrie bessere Möglichkeiten für das Packaging zum Beispiel im Kofferraum oder in den Fahrzeugtüren oder der Heckklappe. Und da für das Kabel nur halb so viel Material benötigt wird wie bei einer gewendelten Variante, ist die LAPP HELIX zudem um rund 40% leichter, und durch die geringeren Materialkosten kostet das Ladesystem rund 25% weniger.

Horizontal spiralisiertes Ladekabel

Lapp hat dafür eine neue Fertigungstechnik entwickelt, bei der das Ladekabel horizontal spiralisiert wird. Aufgrund der veränderten Formstrukturen reduzieren sich auch die Rückstellkräfte des Ladekabels, die während des Ladevorgangs auf Steckverbinder und Ladeanschluss einwirken. Durch das Formgedächtnis zieht sich das Ladekabel nach dem Ladeprozess automatisch in ihre Grundposition zurück.

Halogenfrei, flammwidrig und ölbeständig

Die Komponenten der LAPP HELIX basieren auf dem Ladesystem LAPP CHARGE. Das Kabel ist halogenfrei, flammwidrig, ölbeständig und für einen Temperaturbereich von -40 bis +90 Grad ausgelegt. Daher eignet es sich perfekt für Einsatzbedingungen mit starker Beanspruchung. Auch eine vernetzte und damit noch robustere Variante steht zur Verfügung. Als Ladestecker empfiehlt Lapp die gemeinsam mit Kooperationspartner Bals Elektrotechnik entwickelten und weiter optimierten Stecker. Diese genial einfache Lösung wird sehr gut angenommen: mehrere deutsche Premium-Hersteller haben die LAPP HELIX bereits im Programm oder bereiten eine Serienausstattung ihrer Hybridfahrzeuge vor.

Neue Kontakttechnik erleichtert das Zihen der Stecker

Das bislang schwergängige Stecken und Ziehen der Stecker erleichtert Bals mit der exklusiven Kontakttechnik Easy CONTACT: Damit sind die Stecker auch für häufigen Gebrauch bestens geeignet. Alle Typ 2 Ladesteckdosen sind zudem mit versilberten Kontakten ausgerüstet, um gerade in Extrembereichen über die gesamte Lebensdauer eine gute Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit zu gewährleisten.

Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation

Weiterhin bietet Bals einen EVCP2 Controller an, der unter anderem für die Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und der Ladestation zuständig ist. Mit ihm lassen sich beispielsweise die Stromstärken stufenlos von 6A bis 80A und die Ansteuerung für die Verriegelungen des Steckers und des Klappdeckels sowie der LED-Beleuchtung einstellen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 36343090 / Markt & Strategie)