Hyperloop Pod Competition

Team der TU München siegt im Hyperloop-Finale

01.02.17 | Autor: Thomas Kuther

Das siegreiche WARR-Hyperloop-Team.
Das siegreiche WARR-Hyperloop-Team. (Bild: Dolores Volkert, TUM)

Die harte Arbeit hat sich gelohnt: Das WARR Hyperloop Team holte sich beim Finale der Hyperloop Pod Competition bei SpaceX in Los Angeles den Preis für den schnellsten Pod. Elon Musk verfolgte die Fahrt der Münchner Kapsel vor Ort.

SpaceX-Gründer Elon Musk hatte die „Hyperloop Pod Competition“ 2015 ins Leben gerufen. Der Hyperloop ist das Konzept eines Hochgeschwindigkeitszuges, der sich mit annähernd Schallgeschwindigkeit in einer Röhre mit Teilvakuum fortbewegen soll. Studierendenteams aus der ganzen Welt stellten ihre Konzepte für den sogenannten Pod vor, die Kabinenkapsel, in der Passagiere durch die Röhre transportiert werden sollen. 30 Teams wurden ausgewählt, ihre Prototypen zu bauen und im Finale gegeneinander anzutreten.

Vom 27. bis 29. Januar war es dann so weit: Von den 30 ausgewählten Teams reisten 27 nach Los Angeles, um am Finale auf dem Gelände von SpaceX teilzunehmen. Darunter das WARR Hyperloop Team der Technischen Universität München (TUM).

In der eigens für den Wettbewerb gebauten Röhre fanden die abschließenden Tests statt. Doch nur drei Teams durften tatsächlich in der evakuierten Röhre fahren: die Studierenden des Massachusetts Institute of Technology, der TU Delft und das der TUM.

Elon Musk verfolgte den Test live vor Ort

Am Sonntag konnte das WARR-Hyperloop-Team dann erleben, wie ihre Kapsel durch die Röhre raste. Elon Musk verfolgte den Test des Münchner Teams als einzigen live vor Ort. Der Pod schoss an Platz Eins. Das Team erhielt den Preis für den „Fastest Pod“. Die Trophäe: Ein von Elon Musk handsignierter Miniatur-Pod aus Titan. Die TU Delft war ebenfalls erfolgreich und erhielt den Preis für den technisch besten Prototyp.

„Den Sieg jetzt nach Hause an die TUM bringen zu können macht uns unglaublich stolz“, sagt Thomas Ruck vom WARR Hyperloop Team. „Es ist ein tolles Gefühl nach eineinhalb Jahren harter Arbeit als Sieger dazustehen und sagen zu können, dass man alles richtig gemacht hat.“

Hyperloop-Kapsel entstand in nur eineinhalb Jahren

TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann zum Sieg des Teams: „Ich gratuliere unserem WARR Hyperloop Team zu diesem eindrucksvollen Erfolg. In nur eineinhalb Jahren haben TUM-Studierende aus verschiedenen Fakultäten eine Hochgeschwindigkeits-Passagierkapsel für das Hyperloop-Konzept entwickelt und selbst gebaut. Sie haben dabei das ‚German Engineering‘ zum Sieg in einem harten internationalem Wettbewerb geführt, bei dem die ganze TUM-Gemeinschaft die Daumen gedrückt hatte. Meine höchste Anerkennung zu dieser anspruchsvollen Leistung.“ Das WARR Hyperloop Team wurde von der TU München und dem Bund der Freunde der Technischen Universität München e.V. finanziell unterstützt.

Video auf YouTube:

Elon Musk schreibt Hyperloop-Wettbewerb aus

Mit 1200 km/h durch die Röhre

Elon Musk schreibt Hyperloop-Wettbewerb aus

18.06.15 - Das Transportsystem Hyperloop, das Passagiere in Kapseln mit Schallgeschwindigkeit durch Röhren befördert, soll bald Realität werden: Das Weltraumunternehmen SpaceX will eine Hyperloop-Teststrecke bauen und hat einen Wettbewerb um die optimale Hyperloop-Kapsel gestartet. lesen

In zwei Stunden von New York nach Peking – mit der Magnetschwebebahn

Elektromobilität

In zwei Stunden von New York nach Peking – mit der Magnetschwebebahn

27.03.12 - „In zehn Minuten vom Hauptbahnhof München zum Flughafen …“, davon träumte der ehemalige Bayerische Ministerpräsident und Transrapid-Befürworter Edmund Stoiber. Die Macher des ET3-Konsortiums haben weit Größeres vor: Mit ihrer Magnetschwebebahn wollen sie Passagiere in nur zwei Stunden von New York nach Peking befördern. lesen

Chinesischer Highspeed-Zug soll in der Röhre 2900 km/h erreichen

Schweben im Vakuum

Chinesischer Highspeed-Zug soll in der Röhre 2900 km/h erreichen

15.05.14 - Das Prinzip erinnert an die gute alte Rohrpost: Chinesische Wissenschaftler haben einen neuartigen Hochgeschwindigkeitszug entwickelt, der in einer evakuierten Röhre theoretisch 2900 km/h erreichen könnte. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44500414 / Technologie & Forschung)