I.D BUZZ – Der E-Bulli von VW geht in Serie

21.08.17 | Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Wie bei der zum Showcar des Jahres in Detroit prämierten Studie werden auch beim Serienmodell die Batterien im Fahrzeugboden untergebracht.
Wie bei der zum Showcar des Jahres in Detroit prämierten Studie werden auch beim Serienmodell die Batterien im Fahrzeugboden untergebracht. (Bild: VW)

Der I.D. BUZZ hat grünes Licht für die Serienfertigung erhalten. Das gab VW auf dem Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach bekannt. Die Elektro-Studie hatte acht Sitzplätze, 374 PS Leistung und 600 Kilometer Reichweite. Wie viel schafft es davon in die Serie?

Die Studie I.D. BUZZ von Volkswagen wird für die Serienproduktion weiterentwickelt. Ihre Entscheidung haben die Vorstandsvorsitzenden der Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge, Dr. Herbert Diess und Dr. Eckhard Scholz, heute beim Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach bekanntgegeben, eine Ausstellung für außergewöhnliche historische Autos als auch für neue Konzeptfahrzeuge.

„Genau der richtige Ort für den I.D. BUZZ", erklärt Diess. „Er ist eine wichtige Säule in der Elektro-Offensive von Volkswagen und trägt das Bulli-Fahrgefühl in die Zukunft."

Mit dem Start der Entwicklung für das Serienfahrzeug ist auch der Zeitplan fix: Der I.D. BUZZ kommt nach dem kompakten Viertürer I.D. im Jahr 2022 auf die Straße. Mit dem I.D. BUZZ und der I.D. Familie insgesamt zielt Volkswagen vor allem auf die Märkte in Nordamerika, Europa und China.

Diess weiter: „Wir haben seit den Auftritten auf den Weltmessen in Detroit und Genf viele Zuschriften bekommen, in denen uns Kunden schreiben: Bitte baut dieses Auto!" „Der Microbus, wie der Bulli in Amerika heißt, war immer Teil des kalifornischen Lifestyles", erklärt Diess. „Jetzt bringen wir ihn zurück, in dem wir die nächste e-Generation von Volkswagen entwickeln und den Bulli elektrisch neu erfinden."

Wie bei der zum Showcar des Jahres in Detroit prämierten Studie werden auch beim Serienmodell die Batterien im Fahrzeugboden untergebracht. Durch den Elektroantrieb mit seinem geringen Platzbedarf können Vorderachse und Hinterachse sehr weit auseinander stehen. Das ermöglicht viel Radstand und kurze Überhänge, was wiederum dem Innenraum zugutekommt.

„Dadurch kann das Auto außen kurz wie ein kompakter Van sein, aber innen so viel Raum wie ein Transporter bieten", so Diess. Ein überlegendes Package, bei dem Fahrer und Passagiere viel Raum zum Reisen finden.

Ebenso Raum für Transportgut: „Neben einer Bus-Variante", kündigt Nutzfahrzeug-Vorstandschef Dr. Eckhard Scholz in Pebble Beach an, „wird es auch den I.D. BUZZ CARGO geben, der für einen emissionsfreien Lieferverkehr steht und als Level-3-Fahrzeug hochautomatisiert fährt. Ein ideales elektrisches Transporter-Konzept, vor allem für Innenstädte."

Auch Ben Pon, dessen Familie als Importeur von Volkswagen in den Niederlanden sehr erfolgreich ist, zeigt in Kalifornien großes Interesse am I.D. BUZZ. Sein Vater gab mit einer Zeichnung vor mehr als 70 Jahren einst die Inspiration zur Entwicklung des ersten VW Bulli (T1).

Zwischen dem ältesten und dem jüngsten, sehr emotional gestalteten Bus von Volkswagen werden zum Serienstart mehr als sieben Jahrzehnte liegen, und doch trägt der I.D. BUZZ die Gene des Ur-Ahns in sich: Er bietet maximale Raumausnutzung auf der Verkehrsfläche eines Mittelklasse-Pkw.

Die Studie steht mit 4.942 mm Länge, 1.976 mm Breite und 1.963 mm Höhe für außergewöhnliche Raumdimensionen. Die Serienversion auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) wird viele Designideen übernehmen und ebenso eine variable Sitzlandschaft, interaktive Vernetzung und hochautomatisiertes Fahren bieten.

Der Bulli-Nachfolger soll jedoch nur ein Teil der E-Strategie von VW. Bis 2025 plant der Wolfsburger Konzern mehr als 30 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge auf den Markt zu bringen.

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