Neuer BMW i3 und i3s – Mehr Freude am Stromern?

29.08.17 | Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Der BMW i3s: Mehr Leistung, breitere Spur, sportlicheres Fahrwerk, optische Eigenständigkeit.
Der BMW i3s: Mehr Leistung, breitere Spur, sportlicheres Fahrwerk, optische Eigenständigkeit. (Bild: BMW)

Auf dem Weg in eine neue Ära der Mobilität gab der BMW i3 vor rund vier Jahren die Richtung vor. Nun hat BMW den E-Flitzer gründlich überarbeitet und gleich noch eine leistungsgesteigerte Sportvariante hinterhergeschoben. Eine Vorstellung.

Kaum ein Fahrzeug in den letzten Jahrzehnten hat bei seiner Markteinführung, mal von Chris Bangle's 7er (E65/ E66) abgesehen, dermaßen polarisiert wie der BMW i3. Die Geister schieden sich: Von potthässlich über erfrischend anders, von unnötiger Elektrokiste über den ersten ernsthaften Versuch seiner Art im Kompaktsegment.

Nun ist der i3 in den vergangenen Jahren mit Sicherheit nicht zum Absatz-Booster für BMW geworden, doch sieht man sich den Elektroautomarkt einmal gesondert an, steht fest: Der i3 ist ein Erfolg. Aber die Lebenszykluskurve macht auch vor einem Elektrofahrzeug nicht halt und so steht nun ein umfassendes Facelift auf dem Programm. Neben einer eher evolutionären Entwicklung der Außenhülle, wurde speziell an den inneren Werten des i3 gearbeitet.

Technische Daten

Der Reihe nach: Premiere feiert der neue BMW i3 und der i3s auf der IAA im September in Frankfurt. Die Markteinführung folgt zwei Monate später. Der Kunde kann sich dann für eine der vier Varianten entscheiden, denn: Neben den reinen Elektrofahrzeugen i3 und i3s, wird es auch zukünftig jeweils eine Variante mit Range Extender (RE) geben.

Der Zweizylinder Ottomotor in der RE-Variante leistet 38 PS und 56 Newtonmeter. Der Hubraum weicht von BMWs üblichem 0,5-Liter-je-Zylinder-Verhältnis ab und kommt im i3 auf 647cm³. Unter realistischen Alltagsbedingungen gibt BMW eine Reichweite von 330 Kilometern für den i3 mit Range Extender an.

Die meisten Kunden werden jedoch auf den Verbrenner verzichten und sich für die reinen E-Varianten des i3 und i3s entscheiden. Kamen bisherige i3-Käufer im Alltag rund 120 Kilometer weit, so schafft der neue i3 ca. 200 Kilometer (300 km NEFZ, 255 WLTP). Die leistungsgesteigerte S-Variante soll ebenfalls an der 200-Kilometer-Grenze kratzen, auch wenn der NEFZ-Wert gut 20 Kilometer geringer ausfällt.

Die Leistung bleibt beim Basis-i3 identisch: 170 PS und 250 Newtonmeter stehen zur Verfügung mit denen auf Wunsch in 3,8 auf Stadttempo 60 beschleunigt werden kann. Die 100-Km/h-Grenze wird nach 7,3 Sekunden gerissen.

14 PS und 20 Newtonmeter mehr vereint der i3s auf sich, wodurch es jeweils gut einige Zehntel schneller vorwärts geht. Zudem wurde die Höchstgeschwindigkeit in der S-Variante um 10 Stundenkilometer auf nun 160 km/h angehoben.

Identisch ist bei beiden Fahrzeugen der Hochvoltspeicher: Die Nominalspannung beträgt 353V und die Batteriekapazität beträgt hier wie dort 94 Ah. Der Energiegehalt beträgt brutto 33,2 kWh und netto 27,2 kWh.

Design und Ausstattung

Auf den ersten Blick sind nur für Kenner die Unterschiede sichtbar, doch im Detail hat sich einiges getan: Sowohl die Front- als auch die Heckschürze wurden modifiziert. Die LED-Scheinwerfer sind ab sofort serienmäßig an Board und die LED-Fahrtrichtungsanzeige wurde horizontal in die Frontpartie integriert. Die Farbpalette wird zukünftig um die Töne Melbourne Rot und Imperialblau ergänzt.

Beim i3s gibt es zudem einige weitere modellspezifische Merkmale: Neben einem Sportfahrwerk mit einer Fahrzeugtieferlegung um 10 Millimeter, wurde auch die Spur um 40 Millimeter verbreitert. Um sich vom Basismodell auch beim Fahrgefühl zu unterscheiden, wurde eine eigenständige Fahrwerksabstimmung mit Federn, Dämpfern und Stabilisatoren vorgenommen. Der bisher in den i-Modellen fehlende Sport-Modus ist beim i3s nun ebenfalls an Board.

Auch beim Thema ConnectedDrive erhält der i3 ein Update: Mittels Car-to-Car-Kommunikation liefert der Real-Time-Traffic-Service fortan Gefahrenmeldungen in Echtzeit an den Fahrer.

Noch keinen Meilenstein, aber eine wesentliche Verbesserung gibt es beim Thema Ladezeit zu berichten: Die BMW i Wallbox lädt den i3 künftig mit bis zu 11 kW Leistung. Innerhalb von drei Stunden kann so eine Reichweite von 180 Kilometern geladen werden – fünfmal schneller als mit dem Standardladekabel.

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