Chinesen starten mit Elektro-Van in Deutschland

09.10.17 | Autor: Christoph Seyerlein

Noch in diesem Jahr sollen erste E-Vans von Saic in Kooperation mit Maske auf die deutschen Straßen kommen.
Noch in diesem Jahr sollen erste E-Vans von Saic in Kooperation mit Maske auf die deutschen Straßen kommen. (Bild: SAIC Mobility Europe)

Mit Saic bringt der größte chinesische Autobauer einen reinelektrischen Transporter, den Maxus SV80, nach Europa. Zunächst dient eine Vertriebskooperation mit dem Autovermieter Maske Fleet GmbH als Testlauf, für 2019 ist dann der große Aufschlag geplant.

Noch in diesem Jahr sollen reinelektrische Vans des größten chinesischen Autobauers Saic auf Straßen in Deutschland und Österreich zu sehen sein. Wie der Hersteller bekannt gab, hat er dazu mit „Saic Mobility Europe“ ein eigenes Unternehmen mit Sitz in Luxemburg gegründet. Zunächst geht der erste E-Van der Chinesen – der Maxus EV80 – per Vertriebskooperation mit dem Autovermieter Maske Fleet GmbH aus Gyhum/Bockel an den Start. Die offizielle Markteinführung des Modells in Europa ist dann für 2019 geplant.

Maske wird als Partner von Saic Mobility Europe einigen seiner Kunden anbieten, noch in diesem Jahr die E-Vans in Deutschland und Österreich zu testen. Rund 200 Fahrzeuge stehen dafür zur Verfügung. Im kommenden Jahr soll das Angebot dann breiter ausgerollt werden. Maske-Gesellschafter Andreas Maske sieht in der Vertriebskooperation mit Saic klare Vorteile für sein Unternehmen und dessen Kunden: „Viele unserer Kunden suchen Möglichkeiten, die Emissionen ihrer Fahrzeug-Flotten zu senken“, sagt Maske. Für einen Großteil der Kundschaft seien die Stromer definitiv praktikabel und zudem kosteneffizient.

Saic selbst erhofft sich von dem Pilotprojekt mit Maske Erkenntnisse darüber, „wie der EV80 auf Kunden wirkt“, teilte Saic-Mobility-Europe-Chef Peter Gabriëls mit. Um für den großen Aufschlag gerüstet zu sein, wollen die Chinesen während des Testlaufs regelmäßig Kundenbefragungen zum Produkt durchführen.

Jener offizielle Marktstart ist dann im Jahr 2019 vorgesehen. Dann soll es auch nicht bei einer Präsenz in Deutschland und Österreich bleiben, unter anderem hat Saic Frankreich, Skandinavien und die Benelux-Länder als weitere Absatzmärkte im Blick. An Selbstvertrauen mangelt es den Chinesen bei ihrem Vorhaben nicht: „Die Einführung des ersten rein elektrisch angetriebenen Vans dieser Größe in Europa ist ein Beispiel dafür, wie sich die chinesische Mobilitäts-Industrie ihren Weg zu einem führenden Anbieter der umfassenden Elektromobilität bahnt“, sagt Gabriëls.

Saic bewirbt den Maxus EV80 mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern. Damit und in Verbindung mit „kurzen Ladezeiten“ – rund zwei Stunden soll das „Volltanken“ dauern – soll er „für viele Geschäftsmodelle in urbanen Räumen bestens geeignet“ sein. Der Lieferwagen bietet mit einer Ladefläche von 3.330 Zentimetern in der Länge und 1.770 Zentimetern in der Höhe ein Gesamtladevolumen von 10,2 Kubikmetern. Die maximale Zuladung liegt bei 950 Kilogramm. Außerdem gibt es das Fahrzeug auch als Fahrgestell. Diese Chassis Cab Version kann Anhängelasten von bis zu 750 Kilogramm ziehen.

Neuer Versuch für MG in Europa

Interessenten bietet Saic zudem eine „umfassende Servicegarantie und eine Garantie für die Batterie über fünf Jahre oder 100.000 Kilometer“ an. Für beide Varianten des EV80 haben die Chinesen außerdem einige Ausstattungs-Möglichkeiten auf Lager: Neben Park-Sensoren und Klimaanlage sind auch elektrisch einstellbare und beheizbare Seitenspiegel verfügbar. Preise für das Modell nennt der Hersteller nicht.

Saic Mobility Europe soll von Luxemburg aus nicht nur den Einstieg in das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen in Europa steuern. Auch die Wiedereinführung der Marke MG in Europa soll das Unternehmen koordinieren. Auch dieses Vorhaben wollen die Chinesen 2019 schultern.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal KFZ-Betrieb.de.

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